

Bildung anders denken
"Äußerer Wandel braucht inneren Wandel"
Anregungen für eine grundlegende Bildungsreform


Wir laden Sie ein zum
„KREIS ohne NAMEN“
14. Oktober 2026
20 bis 21 Uhr per Zoom
Der „Kreis ohne Namen“ ist ein virtueller Kreis von max. 6 Teilnehmenden. Diese wollen sich über ihr eigenes, mitgebrachtes Thema mit den anderen austauschen, um ihre eigene Sichtweise oder Einschätzung zu reflektieren und zu erweitern. In diesem Kreis wird zugehört, nicht kommentiert oder bewertet. Jeder Beitrag erfährt Respekt und regt zum Nachdenken an. So werden eigene Denk- und Handlungsmöglichkeiten bereichert. Dieses online Format ist eine Methode aus dem Unternehmens Coaching. Es ermöglicht Distanz und Nähe zugleich. Der offene Gedankenaustausch erzeugt erfahrungsgemäß Zufriedenheit und Zuversicht.
Das Gespräch wird von der Grundschullehrerin i.R. und
Elterncoach (Triple P) Ursula Usadel-Schröder moderiert. Es soll vierteljährlich stattfinden.
Es entstehen keine Kosten.
Für die Anmeldung zum Online „Kreis ohne Namen“ der Ulmer Thesen schreiben Sie bitte eine E-Mail an die folgende Adresse:
Die Anmeldung beginnt jetzt. Wir vergeben nur 6 Plätze. Wir freuen uns auf Sie!
Wir laden Sie ein zum
NACHGEDACHT!
vom August 2026
Ferienzeit, freie Zeit, Lesezeit oder ist das mittlerweile digitale Zeit geworden. Die schlechten Leseleistungen unserer Kinder lassen das vermuten. Bei den meisten ist der Urlaub ja viel kürzer als die Ferien. Am Ende sind auch die Großeltern noch berufstätig. Da ist der digitale Babysitter leider eine verführerische Hilfe. Mittlerweile gibt es allerdings so viele Argumente, die gegen oder zumindest für eine gebremste Nutzung der digitalen Medien sprechen. Da könnte dann auch das Lesen, Lesen, Lesen eine gute, sinnvolle Beschäftigung sein. Und hier ist natürlich auch das Bilderlesen gemeint, das Buchstabenlesen sowieso.
Lesen Sie mehr dazu im NACHGEDACHT im August
--> Lesen Sie mehr im NACHGEDACHT 8/26
Hier finden sie unsere bisherigen "NACHGEDACHT" seit November 2024

SAVE the DATE
Samstag 19.9.2026
15 bis 19 Uhr; Kornhausplatz
Ulmer Kulturnacht & Bundesweiter Bildungsprotesttag
Die „Ulmer Thesen für nachhaltige Bildung“ beteiligen sich mit Musik, Mitmach- und Mitdenkangeboten für Große und Kleine.
Kommen Sie vorbei und stärken Sie unser Anliegen:
Gelingende Bildung für alle!

Die Ulmer Thesen!
Der Corona Lockdown hatte Anfang 2021 die Schwächen unseres Bildungssystems schmerzlich offengelegt. Die Überzeugung, sich für eine grundlegende Bildungsreform einsetzen zu müssen, hatte sich festgesetzt. So suchte ab Februar 2021 ein virtueller „Runder Tisch“ mit zeitweise bis zu 20 VertreterInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft, aus Wirtschaft, Industrie, Kultur, Politik, Bildungswesen, etc. nach Antworten auf die Frage:
Wie gelingt Bildung in Zeiten größter Herausforderungen?
Die Ulmer Volkshochschule unterstützte diese Initiative und so waren dann bis Januar 2022 „10 Ulmer Thesen für nachhaltige Bildung“ erarbeitet, und 10 Empfehlungen an die bildungspolitisch Handelnden formuliert.
Zum Ende des Schuljahres 21/22 hatte sich die Lage in unserem Bildungssystem weiter verschlechtert. Zum bereits vorhandenen Lehrermangel kamen viele an Corona erkrankte Lehrende hinzu und dies bei 150 000 abermals zu integrierender, geflüchteter Kinder und Jugendlicher.
2023 hat das Haus der Nachhaltigkeit Ulm, Neu-Ulm und Region die Ulmer Thesen in ihren Verein aufgenommen. Fordert doch der Artikel 4 der 17 Nachhaltigkeitsregeln der UNESCO hochwertige Bildung für alle.
Zum Ende 2023 nahm die Frustration weiter zu: Der Bildungsgipfel der Bundesregierung war gescheitert, die Zahl der Schulabbrecher erneut gestiegen und die deutschen Viertklässler hatten bei der internationalen Lesevergleichsstudie IGLU katastrophal abgeschnitten. Und auch unsere 15Jährigen hatten 2023 bei der PISA Studie so schlecht gerechnet wie noch nie. Auch ein noch nie dagewesenes Bündnis von 180 Organisationen und Initiativen, auch den Ulmer Thesen, machte sich für eine „Bildungswende jetzt“ stark, konnte aber bis 2026 kaum grundlegende Verbesserungen erzielen. Mittlerweile titelt die WELT vom 4.8.2026 „Die Bildungskrise wächst sich zu einem echten Standortrisiko aus.“ Existentiellere Themen haben sich inzwischen in den Vordergrund geschoben: Innere und äußere Sicherheit, psychische Gesundheit, Arbeitsplätze etc. Bildung und Schule scheinen zu alltäglichen, hoffnungslosen Hinterhöfen der Gesellschaft verkommen zu sein (zum Glück gibt es Ausnahmen!), deren riesiger Reformbedarf die Politik geradezu abzuschrecken scheint.
Dabei könnten Bildung und Schule unseren Kindern Möglichkeiten für eine friedliche, demokratische und nachhaltige Zukunft eröffnen und damit für die ganze Gesellschaft von Nutzen sein.
Bildung anders denken
10 Empfehlungen
für eine andere Grundhaltung
der
pädagogisch Handelnden
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Pflegen Sie einen vertrauensvollen und respektvollen Umgang mit den Kindern und ihren Eltern!
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Schätzen Sie die Unterschiedlichkeit der Kinder!
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Strukturieren und erweitern Sie das Wissen und das selbständige Denken der Kinder und lassen Sie ihre eigenständige, kreative Begegnung mit sich, den anderen und der Welt zu!
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Fördern Sie einen möglichst selbstständigen Erwerb und die eigenverantwortliche Anwendung von Wissen und praktischen, sowie künstlerischen Fähigkeiten in einem fairen Voneinander und Miteinander!
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Organisieren Sie die Aneignung der Welt mit allen Sinnen und allen geistigen, musischen und körperlichen Kräften in individuellen Geschwindigkeiten und auf vielfältigen Lernwegen!
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Geben Sie dem auf Beziehung basierenden Lehren, Lernen und Erziehen ausreichend Zeit!
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Stärken Sie Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und kritisches Denken, damit Unabhängigkeit und Widerstandskraft gegenüber Beeinflussungen aller Art entstehen!
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Gestalten Sie Bildungseinrichtungen, auch die Kindergärten, als Lebensräume und leben Sie dort ein friedliches, demokratisches und solidarisches Miteinander!
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Lassen Sie in einem wertschätzenden und freudvollen Schulklima Stärken und Schwächen, Erfolge und Misserfolge, Fehler und deren Korrektur zu! Ermöglichen Sie so die Entwicklung von zuversichtlichen, mutigen, zugleich toleranten und kritischen Persönlichkeiten!
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Diskutieren Sie die Veränderungen in der Welt aktuell aber besonnen, um Meinungsbildung und Weltverständnis zu fördern und verantwortliches Handeln anzubahnen!
Bildungswege anders gestalten
10 notwendige Änderungen
der Rahmenbedingungen
für die
bildungspolitisch Handelnden
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Sorgen Sie für mehr Kontinuität und Verlässlichkeit in der Bildung durch größere Unabhängigkeit von Tages- und Parteipolitik.
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Formulieren Sie Freiräume zulassende, länderübergreifende Rahmenbedingungen.
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Planen Sie mehr Zeit für die pädagogische, beziehungspflegende Arbeit ein, indem Sie die Lehrer von überbordenden bürokratischen Arbeiten entlasten.
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Lassen Sie mehr regionale und kommunale Selbstorganisation und -verwaltung zu, damit schneller passgenaue Prozesse organisiert werden können.
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Ermöglichen Sie eine auf Ermutigung und nicht auf abwertende Auslese gründende Fehler- und Prüfungskultur, damit Neugierde und Lernwillen erhalten bleiben.
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Schaffen Sie mehr Bildungsgerechtigkeit, indem Sie das oft kommerziell unterstützte auslese- und notenbasierte „Bulimie-Lernen“ durch interessen-, kooperations- und projektorientierte Lernformen ersetzen, um mehr motivierende Selbstwirksamkeit und Leistungsbereitschaft zu generieren.
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Verbessern Sie die Arbeitsbedingungen und Karrieremöglichkeiten für LehrerInnen, um die Attraktivität des Berufes zu vergrößern.
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Reduzieren Sie die Stofffülle, um mehr Zeit für Kernkompetenzen, sowie handwerkliche, soziale und künstlerische Fähigkeiten zu gewinnen.
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Werten Sie nichtakademische Bildungsgänge auf und stärken Sie so den sozialen Zusammenhalt und das demokratische Miteinander.
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Organisieren Sie Inklusion, Integration und andere sozialpädagogische und sozialpsychologische Maßnahmen als möglichst integrierte Teile der Bildungseinrichtungen mit ausreichend Personal.

Wie Schule und Bildung dann aussehen, zeigt uns
der Film über die Maria-Leo-Grundschule, den Gewinner des Deutschen Schulpreises 2025:

Die Ulmer Thesen wollen:
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Die Reformkräfte innerhalb des Bildungssystems von außen unterstützen.
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Eine breite Diskussion über Vorstellungen von zukunftsfähiger Bildung anregen.
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Eltern zeigen, wie Bildung auch anders gelingen kann, als in der von ihnen erlebten Weise.
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Industrie und Wirtschaft als Unterstützer einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Bildung gewinnen.
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Den bildungspolitisch Handelnden deutlich machen, dass es in unserer Gesellschaft einen starken Willen für grundlegende Veränderungen im Bildungswesen gibt.
Die Ulmer Thesen nützen…
…den Eltern und allen pädagogisch Handelnden, um ihre Haltung und ihr Verhalten als Vorbilder zu reflektieren.
…den Kommunen als Schulträger, um die veränderten Anforderungen der Schulpraxis zu verstehen.
…den Unternehmen, um ihre Ausbildungsprogramme nachhaltig zu gestalten.
…den Bildungspolitikern, um kompakt informiert die Voraussetzungen für zukunftsfähige Bildung schaffen zu können.
…allen Lernenden, um über nachhaltige Formen des Lernens informiert zu sein und die eigenen Bildungsprozesse einschätzen zu können.
Unsere Vision
Um unser Bildungswesen zeitgemäß zu reformieren, braucht es den Willen und die Kraft aller. Wir müssen wieder dahin kommen, dass praktische, künstlerische oder geistige Bildung, egal in welchen Bereichen, geachtet, geschätzt, erstrebt und erwünscht ist. Damit das gelingt, müssen unsere Bildungseinrichtungen von ihrer bewertenden, belehrenden und oft überheblichen Haltung wegkommen. Sie müssen zu Orten des respektvollen, gemeinsamen, neugierigen und freudvollen Lernenwollens werden.
Wir freuen uns über alle Mitdenker! Melden Sie sich!
Kontakt: Ursula Usadel-Schröder: u.usadel-schroeder@gmx.de
Unsere Partner
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Volkshochschule Ulm
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Haus der Nachhaltigkeit Ulm, Neu-Ulm und Region
Pressestimmen in Sachen Bildung von uns zusammengetragen
Veranstaltungen und Partnerseiten und deren Beiträge

Aktion in Ulm am bundesweiten Bildungsprotesttag 2023




